FAQ

 

Im Rahmen der Anwendung von BNB-Systemvarianten, ergeben sich regelmäßig Auslegungsfragen zur direkten Anwendung von Einzelkriterien, so dass seitens der Geschäftsstelle Nachhaltiges Bauen Systemvarianten spezifische FAQ Dokumente bereitgestellt werden. Die hier aufgelisteten Fragen und Antworten resultieren aus dem Anwendungs- und Erfahrungsschatz der ausgebildeten BNB-Nachhaltigkeitskoordinatoren des Netzwerkes Nachhaltiger Bundesbau sowie Fragen aus der täglichen Systemanwendung.

Die Fragen und Antworten beziehen sich hier ausschließlich nur auf die Systemvariante BNB Neubau Büro- und Verwaltungsgebäude, Version BNB_BN 2011_1


FAQ Allgemein

  • Ökologische
    Qualität
    • Frage [Nr. FAQ S 9]
      Die Datenbank der Ökobau.dat bietet keine Möglichkeit, Beton aus recyclierter Gesteinskörnung zu bewerten. Welche Möglichkeiten bestehen, dieses ressourcenschonende Material in die Bilanzierung mit aufzunehmen? Gibt es an anderer Stelle die Möglichkeit den Einsatz von Rezyklat zu gewichten?

      Antwort
      Der Einsatz von Recyclat (hier die Verwendung von RC-Beton) kann im aktuellen BNB-Kriterium „4.1.4 Rückbau, Trennung und Verwertung“ nicht separat berücksichtigt werden. Die ressourcenschonenden Eigenschaften von RC-Beton können im Rahmen der Ökobilanzierung in den Kriterien 1.1.1 bis 1.1.5 und 1.2.1 bis 2.1.2 einfliesen, sofern entsprechende Daten (Ökobau.dat oder EPD) vorliegen. (Möglicherweise würde sich RC-Beton hinsichtlich Umweltwirkungen jedoch lediglich beim abiotischen Ressourcenverbrauch, den wir noch nicht bewerten, deutlich positiv darstellen.) Da die Ökobau.dat mit heutigem Stand solche Daten nicht vorhält und der Konformitätsprüfungsstelle keine entsprechenden EPD bekannt sind stellt sich die Frage, ob zum jeweiligen Projekt verwertbare Daten zu den Umweltwirkungen von RC-Beton vorgelegt werden können (Herstellerangaben, wissenschaftliche Studien etc.). Nach Prüfung seitens der Konformitätsprüfungsstelle könnte dies dann ggf. für die Ökobilanzierung berücksichtigt werden. Andernfalls müsste der RC-Beton mit den Beton-Daten der Ökobau.dat gerechnet werden.

      Frage [Nr. FAQ S 11]
      Gibt es eine klare Vorgabe, welcher Stand Ökobau.dat zu verwenden ist?

      Antwort
      Der Stand des BNB-Systems bei Vertragsschluss ist bindend. Beispielsweise bedeutet dies, dass ein Projekt, welches nach BNB-Version 2011_1 bewertet wird mit der entsprechend zugehörigen Ökobau.dat Version 2009 anzusetzen ist. Sofern eine neuere Version der Ökobau.dat ergänzende Datensätze gegenüber einer Vorgängerversion zur Verfügung stellt, können diese in Abstimmung mit der Konformitätsprüfungsstelle zur Berechnung herangezogen werden.

      Frage [Nr. FAQ S 13]
      Kann der Datensatz für Erdgas-Mix aus der Ökobau.dat 2008 verwendet werden?

      Antwort
      Da die Ökobau.dat keinen Datensatz zur Abbildung der Umwelteinflüsse einer Erdgas-Brennstoffzelle bereitstellt, kann ersatzweise ein alternativer Datensatz für die Berechung der globalen Umweltwirkungen herangezogenen werden. Hierbei ist auf Konsistenz mit der Energiebedarfsberechnung nach DIN V 18599 zu achten. Sofern dort Erdgas-Mix als Energieträger angesetzt wurde, kann für die Ökobilanzierung nach BNB der Datensatz für Erdgas-Mix aus der Ökobau.dat 2008 verwendet werden.

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      Frage [Nr. FAQ S 15]
      Wenn bis auf Bauhölzer der Zielwert für zertifiziertes Holz eingehalten werden kann, kann trotzdem die höchste Stufe erreicht werden?

      Antwort
      Nein, für die höchste Bewertungsstufe sind auch für die temporär eingesetzten Hölzer (Bauholz, Schaltafeln etc.) die entsprechenden Nachweise zu erbringen.

      Frage [Nr. FAQ S 12]
      Gibt es eine klare Vorgabe, welcher Stand Ökobau.dat zu verwenden ist?

      Antwort
      Der Stand des BNB-Systems bei Vertragsschluss ist bindend. Beispielsweise bedeutet dies, dass ein Projekt, welches nach BNB-Version 2011_1 bewertet wird mit der entsprechend zugehörigen Ökobau.dat Version 2009 anzusetzen ist. Sofern eine neuere Version der Ökobau.dat ergänzende Datensätze gegenüber einer Vorgängerversion zur Verfügung stellt, können diese in Abstimmung mit der Konformitätsprüfungsstelle zur Berechnung herangezogen werden.

      Frage [Nr. FAQ S 14]
      Kann der Datensatz für Erdgas-Mix aus der Ökobau.dat 2008 verwendet werden?

      Antwort
      Da die Ökobau.dat keinen Datensatz zur Abbildung der Umwelteinflüsse einer Erdgas-Brennstoffzelle bereitstellt, kann ersatzweise ein alternativer Datensatz für die Berechung der globalen Umweltwirkungen herangezogenen werden. Hierbei ist auf Konsistenz mit der Energiebedarfsberechnung nach DIN V 18599 zu achten. Sofern dort Erdgas-Mix als Energieträger angesetzt wurde, kann für die Ökobilanzierung nach BNB der Datensatz für Erdgas-Mix aus der Ökobau.dat 2008 verwendet werden.

      Frage [Nr. FAQ S 16]
      Ist die Bewertungstabelle korrekt? Wie ist es zu verstehen, dass hier 150 Bewertungspunkte zu erzielen sind?

      Antwort
      Der Bewertungsmassstab ist korrekt und so für die Bewertung anzusetzen. Der Referenzwert wurde mit 313 [kWh/m²NGF a] ermittelt. Im Bewertungsmaßstab wurde dies abgebildet und ein Zielwert in Höhe von 219,10 [kWh/m²NGF a] abgeleitet. Die Einhaltung des Zielwertes in diesem Teilkriterium „Gesamtprimärenergiebedarf“ sowie die Einhaltung des Zielwertes in Höhe von 20% im Teilkriterium „Anteil erneuerbarer Primärenergie“ würde zu einer Gesamtbewertung von 100 Punkten führen. Zusätzlich wurde ein zweiter, erhöhter Zielwert mit 125,2 [kWh/m²NGF a] ergänzt, um auch Gebäude mit außerordentlich hoher Energieeffizienz angemessen abbilden zu können. In Summe wären theoretisch 150 Punkte in den Teilkriterien möglich, die in der Steckbriefbewertung dann auf 100 Punkte gekappt werden.

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  • Ökonomische
    Qualität
    • Frage [Nr. FAQ S 70]
      Die Excel-Berechnungshilfe Lebenszykluskosten verlangt für das vereinfachte Berechnungsverfahren bei den unregelmäßigen Zahlungen der KG 400 nach DIN 276 eine Eingabe von Kosten der Kostengruppe 500. Dies steht im Widerspruch zur Anlage 1 des Kriteriensteckbriefes, in der die KG 500 nicht aufgeführt ist. Welche Kosten der KG 500 sollen für das vereinfachte Berechnungsverfahren erfasst werden? Sind diese dann nur bei den unregelmäßigen oder auch bei den regelmäßigen Zahlungen zu erfassen?

      Antwort
      Aufgrund von Abweichungen in Kostenzuweisungen in praktischen BNB-Projekten und zur Absicherung der Vergleichbarkeit von Gebäuden im Rahmen der LCC, sind die unregelmäßigen und regelmäßigen Zahlungen der LCC-Berechnung grundsätzlich gemäß Kriteriumbeschreibung für KG 300 und 400 abzubilden. Darüber hinaus sind folgende Regeln zu Kosten der Kostengruppe 500 verbindlich zu berücksichtigen:
      • unregelmäßige und regelmäßige Kosten der KG 500 die für den direkten Betrieb des Gebäudes erforderlich sind und im Rahmen der Vergleichbarkeit von Gebäuden zwingend miterfasst werden müssen. Vorwiegend handelte s sich dabei um Wärmeerzeugungsanlagen (Geothermie, Erdwärmetauscher etc.) die alternative im Gebäude integrierte Erzeugungsanlagen (Gas, Öl, Pellets etc.) ersetzen.
      • Ausgelagerte Anlagentechnik mit direktem Gebäudebezug ist zu erfassen (z.B. Wärmezentralen mit Wärmetauschern, Lüftungszentralen in der Außenanlage etc.)
      • In Abhängigkeit der Kostenzuweisungen gibt es mit der KG 300 und 500 ebenfalls Überschneidungen (z.B. Gründach. Gestelle für PV-Anlagen, Abwasserwärmenutzungsanlagen, Speicheranlagen etc.). Diese Fälle sind ebenfalls bzgl. unregelmäßigen und regelmäßigen Kosten mit zu erfassen.
      • In Grenzfällen ist die zuständige Konformitätsprüfungsstelle bzgl. des Erfassungszwangs zu konsultieren.

      Frage [Nr. FAQ S 17]
      Wie sind Nutzungsdauer sowie Aufwand für Wartung und Inspektion und für Instandsetzung für die KG 480 und KG 490 anzusetzen?

      Antwort
      bis zur Überarbeitung des Kriteriums wird für die KG 480 und 490 folgendes festgelegt:

      A. Nutzungsdauer

      a. KG 480Gebäudeautomation:15 Jahre
      b. KG 490Sonstige Maßnahmen für Technische Anlagen: 25 Jahre

      B: Instandsetzung und Wartung und Inspektion

      a. KG 480 Gebäudeautomation:
      Instandsetzung1,5 %
      Wartung & Inspektion1,0 %
      b. KG 490 Sonstige Maßnahmen für Technische Anlagen
      Instandsetzung0,5 %
      Wartung & Inspektion0,5 %

      Frage [Nr. FAQ S 18]
      Welche BGF ist in der Bezugsgröße m²BGF zu verwenden?

      Antwort
      In der Berechnung der Lebenszykluskosten ist als Bezugsgröße BGFa + BGFb + BGFc nach DIN 277-1 zu verwenden, da der Bewertungsmaßstab auf diesen Kennwert bezogen wurde.

      Frage [Nr. FAQ S 19]
      A. Wie sind die Sonderbedingungen in der Bewertung der Lebenszykluskosten nachzuweisen? B. Wie viele der aufgeführten Punkte müssen eingehalten werden, damit es als Gebäude mit Sonderbedingungen anerkannt wird?

      Antwort
      A. Nachweislich schwierige Baugrundbedingungen Der Nachweis erfolgt über die Dokumentation der Bodenverhältnisse und der Baugrundbedingungen sowie der getroffenen baulichen Maßnahmen. Hierfür ist von Statiker und/oder Bodengutachter die Bestätigung vorzulegen, dass schwierige Baugrundbedingungen vorliegen, die daraufhin getroffenen baulichen Maßnahmen sind zu dokumentieren und die Mehrkosten nachzuweisen. B. Gebäude mit realisierten Maßnahmen im Bereich Energieeffizienz, die zurzeit noch nicht wirtschaftlich sind Als Nachweis muss eine Aufstellung der Lebenszykluskosten erfolgen. Entsprechend der allgemeinen Vorgaben zur LCC muss mit den vorgegebenen Parametern eine Teilbetrachtung über die Energieeffizienzmaßnahmen geführt werden, die heute noch nicht innerhalb von 50 Jahren wirtschaftlich sind. Dabei sind Investitionskosten und Nutzungskosten abzubilden. Die Investitionskosten sind dabei der Unterschied in den Gebäudeherstellungskosten in den KG 300 und 400, der durch die Maßnahme verursacht wird. Analog sind die Unterschiede in Betriebskosten, Wartung und Inspektion, Instandhaltung und Ersatzinvestitionen über den Betrachtungszeitraum von 50 Jahren aufzustellen. Die Berechnungen müssen die Berechnungsparameter in den Vorgaben des Kriteriums 2.1.1. umsetzen. Da hier ein Vergleich der Kosten mit der diskutierten Maßnahme zu denen ohne diese Maßnahme durchgeführt wird, ist die Maßnahme „nicht wirtschaftlich“ wenn am Ende der Berechnung kein für die Maßnahme positiver Wert dargestellt wird. C. Gebäude mit erhöhten baulichen Anforderungen bei mindestens 2 der genannten Kriterien (Standsicherheit, Brandschutz, Schallschutz, Terrorprävention) Hier sind mindesten 2 erhöhte bauliche Anforderungen nachzuweisen.

      Frage [Nr. FAQ S 20]
      Der Preis von 7,06 €/m²a ergibt sich bei einer Anzahl von 100 Reinigungen pro Jahr. Dann würde auch der Leistungswert von 212,5 m²/h zu den Berechnungen passen. Angegeben ist jedoch eine Häufigkeit von 250 Reinigungen pro Jahr, woraus sich Kosten von 17,65 €/m²a ergeben müssten. Was ist richtigerweise anzusetzen?

      Antwort
      Der in derTabelle falsch hinterlegte Wert für die Reinigungskosten bezogen auf m² und Jahr wird korrigiert:

      KG                 Abwasser-,
      Wasser-, Gasanlagen
      Leistungs-
      wert                 
      Auf-
      wand       
      Kosten pro Vorgang      Anzahl pro Jahr      Stunden pro m²/a
      [m²/h][h/m²][€/m²][n][h/m²a][€/m²a]
      KG 412Sanitärein-richtungen 212,50,00470,072500,4717,65

      Frage [Nr. FAQ S 21]
      Sind in der LCC der Preis, den der Kunde tatsächlich bezahlt, oder die Kosten, die dem Unternehmer entstehen anzusetzen?

      Antwort
      Für die Ermittlung der Herstellungskosten im Sinne der Zertifizierung ist allein der vom Bauherrn zu begleichende Preis relevant, während für die Ermittlung der Folgekosten in der Nutzungsphase die im Steckbrief vorgegebenen Berechnungsparameter anzusetzen sind. Im Falle eines Pauschalpreises muss dieser für die BNB-Bewertung auf die Herstellungs- und Nutzungsphase sowie auf die entsprechenden Kostengruppen aufgeschlüsselt werden. Dazu sind gemäß Steckbriefanforderungen folgende für die Bewertung erforderlichen Unterlagen zu übergeben: - Dokumentation des Berechnungsergebnisses und der Zwischenergebnisse. Die Ergebnisse sind vollständig und prüffähig für den gesamten Lebenszyklus und je m²BGF und Jahr darzustellen, gegliedert nach Herstellung, Betrieb (Strom, Wärme), Instandsetzung (auf Basis der Anlage 1 des Kriteriums).- Detaillierte Kostenfeststellung- Schlussrechnung aller Gewerke- Mengenermittlung

      Frage [Nr. FAQ S 22]
      Welche Rechnungen sind einzureichen? Reicht ein Kostenanschlag? Schlussrechnungen liegen häufig erst lange nach Abschluss eines Projektes vor.

      Antwort
      Für die Bewertung sind detaillierte Angeban zur Kostenfeststellung erforderlich. Hierzu sollten die Schlußrechnungen vorgelegt werden.

      Frage [Nr. FAQ S 23]
      In einem Projekt mit Öffentlich Privater Partnerschaft (ÖPP) sind die dem Nutzer/Bauherr entstehenden Kosten inkl Wasser, Wartung etc. über Jahre hinweg vertraglich zugesichert. Sollen diese Kosten in der LCC angesetzt werden?

      Antwort
      Nein, für die Berechnung der Lebenszykluskosten sind die im Steckbrief genannten Randbedingungen zu berücksichtigen und die vorgegebenen Parameter für Wasser, Wartung, Austauschzyklen etc. anzuwenden.

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  • Soziokulturelle
    Qualität
    • Frage [Nr. FAQ S 24]
      Wie verhalt es sich wenn RLT Anlagen vorliegen, jedoch keine Be- und Entfeuchtung vorgesehen ist?

      Antwort
      Bei Gebäuden mit RLT Anlagen ohne Be- und Entfeuchtung und öffenbare Fenstern ist die Situation ähnlich, wie bei Gebäuden ohne RLT Anlagen – die Feuchte im Raum stellt sich frei infolge der internen Feuchtequellen, des Luftwechsels und der Außenluftfeuchte ein. Folglich gilt die Anforderung als erfüllt.

      Frage [Nr. FAQ S 25]
      Welche Klimadaten sind zu verwenden? Es liegen bereits die Testreferenzjahre 2011 des DWD vor. Diesen können Warmeinseleffekt / Stadtklima aufgeprägt werden.

      Antwort
      Es sind die Klimadaten des DWD von 2011 zu verwenden einschließlich der geeigneten Aufprägung von Stadtklimaeffekten und unter Verwendung der extremen Winter-/Sommerperioden.

      Frage [Nr. FAQ S 26]
      Wie berechnet sich der Fensterflächenanteil fAG im Teilkriterium „Strahlungstemperaturasymetrie“?

      Antwort
      Für die Berechnung des Fensterflächenanteils fAG ist die Fenstergröße (Verglasung und Rahmen) im Verhältnis zur Innenansicht der Außenwandfläche einschließlich Fenster anzusetzen. Eine raumhohe Komplettverglasung hätte somit einen Fensterflächenanteil von 100%.

      Frage [Nr. FAQ S 27]
      a)     Wie ist Fensterflächenanteil definiert? b)     Wird bestätigt, dass bei außenliegendem Sonnenschutz grundsätzlich die Oberflächentemperatur des Glases nicht simuliert werden muss und die Ausnahmeregel (f<40%) alleine für den Fall gilt, dass kein außenliegender Sonnenschutz eingesetzt wird?

      Antwort
      a)     Für die Berechnung des Fensterflächenanteils fAG ist die Fenstergröße (Verglasung und Rahmen) im Verhältnis zur Innenansicht der Außenwandfläche einschließlich Fenster anzusetzen. Eine raumhohe Komplettverglasung hätte somit einen Fensterflächenanteil von 100%. b)     Kommt ein außenliegender Sonnenschutz zum Einsatz, müssen die Temperaturen der Fensterflächen nicht nachgewiesen werden. Kommt kein außenliegender Sonnenschutz zum Einsatz, müssen die Temperaturen des Glases im Zuge der Simulation für Teilkriterium 1 berechnet werden.

      Frage [Nr. FAQ S 28]
      Ist die personenbezogene Lüftungsrate nur in Büros (bzw. Büro- und Besprechungsräumen) nachzuweisen oder „Gesamtgebäude/Gesamtpersonen“?

      Antwort
      Die personenbezogene Lüftungsrate ist für die Räume nachzuweisen, für die auch eine VOC-Messung erfolgt. Dies sind in der Regel die ständigen Arbeitsplätze, also Büro- und Besprechungsräume. Nebenräume wie Abstell-  oder Technikräume können vernachlässigt werden. Für unterschiedliche Büro-Typen hinsichtlich Ausstattung (Bodenbelag, Deckenbekleidung, Wandanstrich etc.), Lüftungsart (natürlich / mechanisch), Belegungsdichte und Geometrie sind entsprechend separate Nachweise zu führen und anteilig zu bewerten.

      Frage [Nr. FAQ S 29]
      Kann der Nachweis, wann das Gebäude als schadstoffarm, bzw. sehr schadstoffarm eingestuft wird über die Materialwahl gemäß Kriterium 1.1.6 erfolgen oder ist eine Luftmessung erforderlich?

      Antwort
      Die Messungen bzgl. VOC und Formaldehyd sind in jedem Fall durchzuführen.

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      Frage [Nr. FAQ S 30]
      Kriterium 3.1.5 /2 bezieht sich auf die „ständigen Arbeitsplätze“, die DIN 5034 auf „Arbeitsräume“. Darf der mindestens einzuhaltende TLQ nach DIN 5034 auch allein für den ständigen Arbeitsbereich berücksichtigt werden? Hiermit ist gemeint: wenn der Arbeitsplatz sich deutlich vom Arbeitsraum unterscheidet, darf der Bürobereich ohne Arbeitsplatz in der Berechnung ausgelassen werden?

      Antwort
      Im Teilkriterium „Tageslichtverfügbarkeit ständige Arbeitsplätze“ ist die relative jährliche Nutzbelichtung bezogen auf die Arbeitszeit für den gesamten Arbeitsraum zu ermitteln. Entsprechend darf für die Nachweisführung der weniger tageslichversorgte Bereich bei sehr tiefen Bürogrundrissen nicht vernachlässigt werden.

      Frage [Nr. FAQ S 31]
      Ein Teil der Büroarbeitszeit gemäß Standardnutzungsprofil der DIN V 18599 liegt in den Nachtstunden, d.h. eine Beleuchtung durch Tageslicht ist zu dieser Zeit nicht möglich. Gängige Energieberatersoftware gibt sowohl die Einschaltdauer des Kunstlichts bei Tag als auch bei Nacht an, d.h. eine getrennte Bewertung wäre grundsätzlich möglich. Soll die jährliche Nutzbelichtung auf die „jährliche Arbeitszeit“ (inkl. Nachtstunden) oder auf die „jährlichen Nutzungsstunden bei Tag“ bezogen werden?

      Antwort
      Im Teilkriterium „Tageslichtverfügbarkeit ständige Arbeitsplätze“ ist die Tageslichtversorgung für die Standardbüronutzungszeiten zu ermitteln. Dabei ist die Nutzbelichtung auf die jährlichen Nutzungsstunden bei Tag zu beziehen.

      Frage [Nr. FAQ S 72]
      Im Teilkriterium 3 „Sichtverbindung nach Außen“ bleibt unklar, ob und wie Zwischenbewertungen bzw. Interpolationen erfolgen dürfen. Zudem stellt sich die Frage, ob die Erfüllung aller Anforderungen der DIN 5034 oder lediglich der Gesamtflächenanteil der Fensterflächen (Glasanteil) nachzuweisen ist?

      Antwort
      Grundsätzlich erfolgt der Nachweis für den Gesamtflächenanteil der Glasflächen, d.h. die Summe aller durchsichtigen vertikalen Fensterglasflächen in einem Raum. Die in der DIN formulierten Nebenbedingungen an Fensterabmessungen sind als Empfehlungen zu verstehen, die im Teilkriterium jedoch nicht bewertet werden. Die Bewertung im Teilkriterium erfolgt qualitativ, somit ist eine Zwischenbewertung zwischen den Qualitätsstufen „15“ und „10“ Bewertungspunkte im Hinblick auf eine Unterschreitung des Glasflächenanteils gemäß DIN 5034 nicht möglich, da in beiden Fällen dieser einzuhalten ist. Eine Durchsicht nach draußen aufgrund fehlenden Sonnenschutzes, ist gleichwertig mit der Formulierung „Die Durchsicht nach draußen ist auch bei geschlossenem Sonnenschutz ohne Verstellung möglich“ zu bewerten. Werden Gebäude / Räume in unterschiedlichen Fensterqualitäten (Glasflächenanteil, Sonnenschutzsystem) ausgeführt, ermittelt sich die Gesamtbewertungspunktzahl aus den flächengewichteten (bezogen auf die betrachteten Raumflächen) Einzelbewertungen (Anteilige Berücksichtigung der unterschiedlichen Ausführungsqualitäten). Für die Bewertung unterhalb von 10 Bewertungspunkten dürfen folgende Qualitätsstufen in Anlehnung an die ASR 7/1 für eine Zwischenbewertung herangezogen werden: - 7, 5 BWP: Die Summe der vertikalen durchsichtigen Glasflächenanteile entspricht mindestens den Anforderungen der ASR 7/1 (April 1976). Die Durchsicht nach draußen ist auch bei geschlossenem Sonnenschutz ohne Verstellung möglich. - 5 BWP: Die Summe der vertikalen durchsichtigen Glasflächenanteile entspricht mindestens den Anforderungen der ASR 7/1 (April 1976). Die Durchsicht nach draußen ist bei aktiviertem Sonnenschutz nur durch Verstellung möglich (z.B. cut-off Stellung, Nachführung Sonnenstand)

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      Frage [Nr. FAQ S 32]
      Ist „Mitarbeiter“ mit „Ständige Arbeitsplatze“ gleich zu setzten, oder wie genau definiert sich diese Größe?

      Antwort
      Die Anforderungen beziehen sich auf die Mitarbeiter, für die ständige Arbeitsplätze vorgehalten werden. Besucher, Mitarbeiter ohne festen Arbeitsplatz und Mehrfachbelegungen durch Schichtbetrieb werden dabei nicht berücksichtigt.

      Frage [Nr. FAQ S 33]
      Wie ist die Anforderung an die Anzahl der Sitzmöglichkeiten zu verstehen? Gelten alle Bestuhlungen, auch temporäre (Sommermöbel) oder kommerzielle (Außengastronomie) als Sitzmöglichkeit?

      Antwort
      Die Anforderungen an die Anzahl der Sitzmöglichkeiten sind als Prozentanteil an den Mitarbeiter-Arbeitsplätzen angegeben und ergänzend wird für kleine Gebäude eine Mindestanzahl an Sitzplätzen für jede Bewertungsstufe gefordert. Die Formulierung  „Sitzmöglichkeiten für ≥ 10 % der MA oder mind. 10 Plätze“ wird ersetzt durch „Sitzmöglichkeiten für ≥ 10 % der MA jedoch mind. 10 Plätze“ An die für BNB anrechenbaren Sitzmöglichkeiten werden folgende Anforderungen gestellt: -          Sitzmöglichkeiten müssen ganzjährig nutzbar sein -          Sitzmöglichkeiten müssen kostenfrei nutzbar sein -          Sitzmöglichkeiten können mobil sein (z. B. Gastronomiebestuhlung), sofern die beiden o. g. Bedingungen erfüllt sind

      Frage [Nr. FAQ S 34]
      Sind Innenhöfe als grundsätzlich windgeschützt anzusehen?

      Antwort
      Für Innenhöfe können die Anforderungen an einen separaten Windschutz entfallen, sofern die Höfe tatsächlich vollständig baulich umschlossen sind. Sofern mit Zugerscheinungen beispielsweise auf Grund größerer Durchfahrten, Baulücken oder aufgeständerter Gebäudeteile zu rechnen ist, kann die Hoflage nicht als Windschutz angesetzt werden.

      Frage [Nr. FAQ S 35]
      Verfügt ein Gebäude über mehrere Außenbereiche, die jedoch für sich genommen nur einer eingeschränkten Nutzergruppe zur Verfügung stehen, wie werden dann die quantitativen und qualitativen Eigenschaften dieser Außenbereiche berücksichtigt?

      Antwort
      Verfügt ein Gebäude über mehrere Außenbereiche, die jedoch für sich genommen nur einer eingeschränkten Nutzergruppe zur Verfugung stehen, wird wie folgt vorgegangen: -          Jeder Nutzungsabschnitt ist ab einer Größe > 40 Arbeitsplatze separat zu erfassen. Kleinere Nutzungsabschnitte sind den Nachbarabschnitten sinnvoll zuzuschlagen, d.h. kein Arbeitsplatz wird vernachlässigt. Gemeinsam genutzte Bereiche werden nach Arbeitsplatzanzahl anteilig den Nutzungsabschnitten zugewiesen. Qualitative Merkmale gelten für alle angeschlossenen Nutzungsbereiche. -          Bei abweichender Bewertung der Nutzungsabschnitte wird eine arbeitsplatzbezogene Gewichtung der Teilergebnisse vorgenommen.

      Frage [Nr. FAQ S 36]
      Ist die Nachweisführung zwingend über Fotos o.ä. nach Fertigstellung erforderlich oder ist sie auch auf Basis der Planung möglich zur finalen Einreichung (und dann Ersatz der Planausschnitte durch Fotos)?

      Antwort
      Für eine vorgezogene Konformitätsfeststellung ist die Einreichung der Bewertung auf Basis des Planstands ausreichend. Für die abschließende Zertifizierung ist ein ergänzender Nachweis der Umsetzung, z.B. eine Fotodokumentation erforderlich.

      Frage [Nr. FAQ S 37]
      Ist das Vorgehen korrekt, dass „nur die zum Schutz des Menschen relevanten Bereiche“ zu berücksichtigen sind, d.h. die Aufenthaltsbereiche und Fluchtwege ins Freie?

      Antwort
      Ja, dies ist korrekt. Technikräume, die Tiefgarage o.ä. sind nicht zu berücksichtigen.

      Frage [Nr. FAQ S 38]
      Wie ist der Nachweis zu führen bzgl. der Anforderung: „In fluchtrelevanten Bereichen sind Baustoffe, die … nicht vorhanden oder durch konstruktive Maßnahmen … geschützt“?

      Antwort
      Für diese Bereiche ist nachzuweisen, dass keine Baustoffe eingebaut wurden, die im Brandfall ätzende oder zersetzende Rauchgase freisetzen. Die Nachweisführung wird durch die Zusammenstellung der zum BNB-Kriterium „1.1.6 Risiken für die lokale Umwelt“ geforderten Baustoffdokumentation unterstützt.

      Frage [Nr. FAQ S 39]
      Kann es in der BNB-Zertifizierung als alternativer Nachweis angesetzt werden, wenn protokollierte Abstimmungen mit einem Behindertenbeauftragten stattgefunden haben und von dessen Seite die baulichen Maßnahmen als ausreichend akzeptiert wurden?

      Antwort
      Die Einbindung eines entsprechenden Experten wird selbstverständlich begrüßt und sollte sich dann auch positiv in der Bewertung niederschlagen. Die Nachweisführung der im BNB-Kriterium „3.2.1 Barrierefreiheit“ enthaltenen Anforderungen kann sowohl vom BNB-Koordinator als auch von einem Dritten (bspw. Behindertenbeauftragter o.ä.) zusammengestellt werden. Die Unterlagen würden dann vom BNB-Koordinator zur Konformitätsprüfung eingereicht werden und auf Konformität geprüft. 

      Frage [Nr. FAQ S 40]
      A)    Muss die Flächenerfassung unbedingt nach DIN erfolgen, oder können auch vom Bauherrn gewünschte Nutzungen der NF zugeordnet werden, wenn diese sonst VF o.ä. wären? B)    Wird die Anrechnung der kompletten Tiefgarage zur NF akzeptiert?

      Antwort
      A)    Die Flächen werden entsprechend der DIN 277 bewertet. [Kommentar: Die Berücksichtigung von Verkehrsflächen als Aufenthalts-, Kommunikations- oder sonstige Flächen mit Nutzungsfunktionen kann erst in einer künftigen BNB-Version berücksichtigt werden, da der aktuelle Bewertungsmaßstab von der DIN 277 abgeleitet wurde und diese Flächen als Verkehrsflächen dort eingeflossen sind.] B)    Tiefgarage Gemäß DIN 277-2, Tabelle 2, Nr. 7.4 zählen Fahrzeugabstellflächen zu den Nutzflächen. Gemäß DIN 277-2, Tabelle 2, Nr. 9.4 zählen Durchfahrten und befahrbare Rampen zu den Verkehrsflächen. Daher gilt für die Bewertung nach BNB: Stellplatzflächen für PKW, Fahrräder etc. zählen zu den Nutzflächen und Fahrzeugverkehrsflächen wie Durchfahrten, Tiefgaragenzufahrten, Rampen etc. zählen zu den Verkehrsflächen.

      Frage [Nr. FAQ S 41]
      Gilt eine großflächig abgehängte Kühldecke, die z.B. 35% des Raumes einnimmt, als Unterkante Fertigdecke? Wenn nein, bei welchem Prozentsatz gilt die Unterkannte der eingehängten / abgehängten Decke als UK Fertigdecke?

      Antwort
      Es ist die lichte Raumhöhe zwischen Oberkante Fertigfußboden und Unterkante Fertigdecke für die Büroräume anzusetzen. Im Fall einer abgehängten Decke bzw. Kühldecke ist die lichte Höhe als flächengewichtet gemittelter Wert zu ermitteln. Sofern die Büroräume in einzelnen Geschossen unterschiedliche lichte Höhen aufweisen, ist die Bewertung zunächst pro Geschoss vorzunehmen. Anschließend sind die geschossweisen Bewertungen flächengewichtet in einer Gesamtbewertung abzubilden. Die Bewertung anhand einer über mehrere unterschiedlich hohe Geschosse „gemittelten“ lichten Höhe ist nicht zulässig. Beispiel: -       3-geschossiges Büro-Gebäude -       EG: 1000 m² Bürofläche mit lichter Höhe 3,50 m        à 15 Punkte -       1. und 2. OG: 4000 m² Bürofläche mit lichter Höhe 2,75 m        à   8 Punkte --> 15 Punkte x 0,2 (20% Flächenanteil) + 8 Punkte x 0,8 (80% Flächenanteil) = 9,4 Punkte [mit einer „gemittelten Höhe“ von 3,125 m ergäben sich 15 Punkte --> nicht zulässig !] Sämtliche Büro-, Konferenz- und Besprechungsräume müssen berücksichtigt werden.

      Frage [Nr. FAQ S 42]
      Im Bewertungsmaßstab zur lichten Raumhöhe werden Anforderungen formuliert für den "Bürobereich". Welche Raumtypen sind hier gemeint?

      Antwort
      Zu betrachten sind sämtliche Einzel-, Gruppen- und Großraumbüros. Verkehrswege und Funktionsräume (Teeküchen, Kopierräume etc.) werden nicht betrachtet.

      Frage [Nr. FAQ S 43]
      Gilt die freie Wahl für den Auditor, ob die gesamte Gebäudetiefe oder die Gebäudetiefe vor Kernen angesetzt wird? Müssen hierfür alle Kerne innenliegend sein?

      Antwort
      Im Teilkriterium „Gebäudetiefe“ kann nicht wahlweise entweder die gesamte Gebäudetiefe oder die Gebäudetiefe vor Kernen angesetzt werden. Auszug aus Steckbrief: „Im Regelfall mit ein- oder mehrhüftiger Erschließung wird die gesamte Gebäudetiefe von Außenwand zu Außenwand gemessen. Im Bereich von Erschließungskernen (z. B. bei Punkt(hoch)häusern oder Kopfbauten) wird die Gebäudetiefe vor dem Kern, also die Entfernung von Kernwand zu Außenwand gemessen.“

      Frage [Nr. FAQ S 44]
      Bis in welches Geschoss dürfen reine Treppenhäuser ohne Aufzug als Erschließungskern angesetzt werden? Sind Untergeschosse zu erfassen?

      Antwort
      Im Teilkriterium „Vertikale Erschließung“ sind sämtliche oberirdischen Geschosse anzusetzen. Für Gebäude mit mehr als 3 Obergeschossen werden nur Erschließungskerne mit Aufzügen für die Bewertung angesetzt. Untergeschosse sind nicht zu erfassen.

      Frage [Nr. FAQ S 45]
      Wie ist im Teilkriterium 3 „Konstruktion / Eingriff in Rohbaustruktur“ eine unterschiedliche Ausführung der Innenwände zu bewerten (zum Flur hin auf Rohfußboden, zwischen Büros auf Hohlraumfußboden)? Gelten nur die eigentlichen Trennwände zwischen den Büros oder auch die zum Flur?

      Antwort
      Grundsätzlich sind alle Wände zu bewerten, auch die Trennwände zum Flur. Eine „sinnvolle Bewertung“ ist in Abhängigkeit von der baulichen Situation vorzunehmen (z.B. wird die Hälfte der Punkte vergeben, sofern ca. 50% der Wände nicht in Abhangdecke oder Doppelboden eingreifen).

      Frage [Nr. FAQ S 46]
      Darf ein Sanitärschacht von 2 Nutzungseinheiten genutzt werden, sofern er nicht in sondern an einem Nutzungsabschnitt liegt?

      Antwort
      Ja. Ausschlaggebend ist, dass die Nutzer eines Nutzungsabschnittes jederzeit Zugang zum Sanitärkern haben und nicht gezwungen sind, durch einen anderen Nutzungsabschnitt/Mietbereich zu gehen.

      Frage [Nr. FAQ S 47]
      Zur Installationsführung gehören alleine Kabel?

      Antwort
      Ja, es werden lediglich Strom- und IT-Kabel betrachtet. Siehe Seite A2 im BNB-Kriterium 3.2.3: Elektro- und IT-Kabel sind revisionierbar und in den Schächten sind noch mind. 20% der Querschnitte frei“.

      Frage [Nr. FAQ S 48]
      Kann die Reserve entweder durch Lastreserve von 20% oder durch entsprechende Platzreserve nachgewiesen werden?

      Antwort
      Nach dem aktuellen Stand des Steckbriefes ist die Platzreserve nachzuweisen, die Lastreserve würde derzeit nicht anerkannt werden. Eine Anpassung des Kriteriums bei der nächsten Überarbeitung wird geprüft.

      Frage [Nr. FAQ S 51]
      Wie definiert sich „Grundsätzliche Zugänglichkeit“?

      Antwort
      Ein grundsätzlich zugängliches Gebäude ermöglicht es der Öffentlichkeit, das Gebäude oder spezifische für die Öffentlichkeit nutzbare Teile davon (z.B. Ausstellungsflächen) zu den üblichen Öffnungszeiten des Gebäudenutzers frei und ungehindert betreten zu können. Das Teilkriterium wird zunächst unabhängig von konkreten Nutzungsangeboten bewertet. Temporäre Veranstaltungen wie z. B. „Tage der offenen Tür“ oder der Einlass angemeldeter Besuchergruppen können für die Bewertung nicht berücksichtigt werden. Im Teilkriterium 1 „Grundsätzliche Zugänglichkeit“ wird eine Zwischenstufe mit 10 Punkten eingeführt für folgendes Anforderungsniveau: „Eine Zugänglichkeit des Gebäudes für die Öffentlichkeit ist aus besonderen Gründen (z. B. wegen Sicherheitsanforderungen) nachweislich nicht möglich.“ Damit soll eine praktikable Mindestanforderung für die typischerweise bei vielen Bundesbaumaßnahmen  (Regierungsgebäude, Ministerien etc.) zu berücksichtigenden Sicherheitsanforderungen definiert werden. Entsprechend wird im Teilkriterium 2 „Öffnung der Außenanlagen für die Öffentlichkeit“ eine Zwischenstufe mit 10 Punkten eingeführt für folgendes Anforderungsniveau: „Eine Zugänglichkeit des Gebäudes für die Öffentlichkeit ist aus besonderen Gründen (z. B. wegen Sicherheitsanforderungen) nachweislich nicht möglich.“ Damit soll eine praktikable Mindestanforderung für die typischerweise bei vielen Bundesbaumaßnahmen  (Regierungsgebäude, Ministerien etc.) zu berücksichtigenden Sicherheitsanforderungen definiert werden.

      Frage [Nr. FAQ S 52]
      Wie wird mit einem Gebäude umgegangen, welches größtenteils bis zur Grundstücksgrenze bebaut ist und nur in Innenhöfen nennenswerte Außenflächen aufweist?

      Antwort
      Für den Fall, dass keine das Gebäude umgebenden Außenanlagen vorhanden sind, kann dies mit den im Teilkriterium maximal erreichbaren Punkten bewertet werden. Die Berücksichtigung von Innenhöfen wird im nächsten System-Update definiert.

      Frage [Nr. FAQ S 53]
      Es ist nicht eindeutig ersichtlich ob eine Mindestanzahl an Gebäudeeinrichtungen öffentlich sein muss und wie diese beschaffen sein müssen. Wie müssen die Einrichtungen nachgewiesen werden?

      Antwort
      Es muss mindestens eine öffentlich zugängliche Einrichtung für das Erreichen der 25 Punkte im Teilkriterium vorhanden sein. Als gebäudeinterne Einrichtung kann ein von einem internen oder externen Betreiber bereitgestelltes dauerhaft vorhandenes öffentliches Nutzungsangebot akzeptiert werden (z. B. Bibliothek, Cafeteria, Dauerausstellung). Die Nachweisführung erfolgt über die Planungsunterlagen (Raumprogramm, Erschließungskonzepte, Betreiberkonzepte etc.). Eine im Foyer des Gebäudes vor der Vereinzelungsanlage bzw. vor dem Pförtner vorhandene Toilette oder eine Sitzmöglichkeit mit Broschürenständer kann hierbei nicht für die Bewertung angerechnet werden.

      Frage [Nr. FAQ S 54]
      Kann bestätigt werden, dass die Möglichkeit zur Raumanmietung sich sowohl auf tageweise Mieten (Kegelbahn, Festsaal, …) als auch auf langfristige Mieten (Bürotrakt) bezieht?

      Antwort
      Sowohl tageweise als auch längerfristige Nutzungen können akzeptiert werden, sofern die angemieteten Räumlichkeiten öffentlich zugänglich sind.

      Frage [Nr. FAQ S 55]
      Wie definiert sich „Nutzungsvielfalt“? Reicht In einem Bürogebäude das Vorhandensein von Besprechungsräumen, Einzelbüros und gemeinschaftlich genutzten Bereichen aus, um hier von Nutzungsvielfalt zu sprechen? Aus der Beschreibung geht außerdem nicht eindeutig hervor ob die Vielfalt gelten soll für a) Flächen mit Mietverträgen (nicht tageweise Buchung) b) Flächen für Tagesbesucher (z.B. Touristen und Veranstaltungssäle)

      Antwort
      Die im Teilkriterium abgefragte Nutzungsvielfalt bezieht sich auf die öffentlich zugänglichen Bereiche und auf die dort vorhandenen „unterschiedlich nutzbaren Vermietungsflächen“. Voraussetzung ist, dass a) öffentlich zugängliche Bereiche vorhanden sind, b) in diesen Bereichen Räumlichkeiten für öffentliche Nutzungen angemietet werden können, c) dass diese anmietbaren Einheiten unterschiedliche Nutzungen zulassen, um für möglichst vielfältige Interessen attraktiv zu sein. Sofern in einem Projekt keine öffentlich zugänglichen Bereiche vorgesehen sind, wären in diesem Teilkriterium 0 Punkte anzusetzen.

      Frage [Nr. FAQ S 56]
      Kann bei einer Bewertung (anhand der Mitarbeiterzahl) interpoliert werden?

      Antwort
      Ja, eine Interpolation ist für jede der beiden Nachweisoptionen separat zulässig. Beispiel: 1 Stellplatz pro 40 m²  oder  1 Stellplatz pro 3 Arbeitsplätze  --> 50 Punkte 1 Stellplatz pro 50 m²   -->    47,5 Punkte 1 Stellplatz pro 4 Arbeitsplätze -->  47    Punkte 1 Stellplatz pro 60 m²   -->    45    Punkte 1 Stellplatz pro 5 Arbeitsplätze  --> 43,5 Punkte 1 Stellplatz pro 70 m²  --> 42,5 Punkte 1 Stellplatz pro 80 m²  oder  1 Stellplatz pro 6 Arbeitsplätze --> 40    Punkte

      Frage [Nr. FAQ S 57]
      Müssen alle vorhandenen Stellplätze die Anforderungen an Witterungsschutz, Beleuchtung und Diebstahlschutz erfüllen?

      Antwort
      Um im Teilkriterium „Qualitative Anforderungen“ die angegebenen Bewertungspunkte zu den Anforderungsniveaus ansetzen zu können, sind die Nachweise jeweils für alle Fahrradstellplätze zu erbringen. Sofern eine qualitative Anforderung nur für einen Teil der Fahrradstellplätze nachgewiesen wird, ist diese prozentual zu gewichten. Hinweis: In diesem Teilkriterium ist die Stellplatzanzahl anzusetzen, die im 1. Teilkriterium bewertet wurde.

      Frage [Nr. FAQ S 58]
      Gibt es Anforderungen an die Quantität (z.B. je Stellplatz und Geschlecht) und Qualität der Duschen und Umkleiden?

      Antwort
      In diesem Teilkriterium ist lediglich nachzuweisen, dass mindestens eine Dusche und ein Umkleidraum pro Geschlecht vorhanden sind.

      Frage [Nr. FAQ S 59]
      Gibt es Anforderungen an die Quantität und Qualität der Trocknungsmöglichkeiten?

      Antwort
      In diesem Teilkriterium ist lediglich nachzuweisen, dass mindestens eine Trocknungsmöglichkeit vorhanden ist.

      Für diesen Steckbrief liegen noch keine Fragen vor.

      Für diesen Steckbrief liegen noch keine Fragen vor.

      Frage [Nr. FAQ S 50]
      Gemäß Bewertungsvorschrift werden in Indikator 2 Punkte in Abhängigkeit von der Investitionssumme vergeben. Bei einer konstanten Investitionssumme von 550.000 € würde dies bei den folgenden fiktiven Gebäuden zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen führen: Gebäude 1, KG300+400 = 55 Mio €  --> 30 Punkte Gebäude 2, KG300+400 = 95 Mio € --> 10 Punkte (bzw. ca. 14 Punkte bei Interpolation) Gebäude 3, KG300+400 = 105 Mio € --> 30 Punkte Durch die enormen Sprünge in der Anforderung kann es also durchaus sein, dass trotz gleicher absoluter Aufwendungen für Kunst am Bau ein teures Gebäude (mit kleinerem relativem Anteil) besser abschneidet als ein günstiges. Ist das gewollt? Kann man hier der Logik folgend sagen: Gebäude zwischen 50 und 100 Mio erhalten bei einer Investition in Kunst am Bau von > 500.000€ ebenfalls 30 Punkte und ab 100 Mio zählen dann wieder die 0,5% der Bauwerkskosten? 

      Antwort
      Die im Kriterium 3.3.2 Kunst am Bau enthaltenen Angaben zu den bereitzustellenden Mitteln für Kunst am Bau sind so wie beschrieben anzusetzen. Das BNB-Kriterium bezieht sich hier direkt auf den Leitfaden Kunst am Bau, der die entsprechende Vorgabe enthält. Somit kann dem Vorschlag der pauschalen Anerkennung eines konkreten Einzelbetrags nicht gefolgt werden. Auch eine Interpolation wäre hier aus gleichem Grund nicht zulässig.

  • Technische
    Qualität
    • Frage [Nr. FAQ S 63]
      Wie ist für ein Gebäude, bei dem Bereiche zur Vermietung vorgesehen sind, die Definition von „fremde / eigene Arbeitsbereiche“ festgelegt?

      Antwort
      Für den Luft- und Trittschallschutz gegen getrennt vermietbare Bereiche gelten die Anforderungen an den Schallschutz gegen fremde Arbeitsbereiche. Maßgebend ist das Nutzungskonzept.

      Frage [Nr. FAQ S 69]
      Die Formulierung des höchsten Anforderungsniveaus im 2. Teilkriterium ist leicht missverständlich, es wird nicht eindeutig klar ob eine Übererfüllung der DIN nur für Luftschallschutz gegen fremde, oder auch gegen eigene Arbeitsräume eingehalten werden muss. (ähnliche Formulierung auch bei Teilkriterium 3)

      Antwort
      Der Bewertungsmaßstab wird wie folgt präzisiert:

      30

      Übererfüllung der DIN 4109 Bbl. 2 um mind. 1 dB für erhöhten

      Luftschallschutz gegenüber fremden Arbeitsräumen sowie Einhaltung des erhöhten Luftschallschutz nach DIN 4109 Bbl. 2 gegenüber eigenen Arbeitsbereich

      25

      Einhaltung der DIN 4109 Bbl. 2 für erhöhten Luftschallschutz gegenüber

      fremden Arbeitsräumen sowie Einhaltung des normalen Luftschallschutz nach DIN 4109 Bbl. 2 gegenüber eigenen Arbeitsbereichen

      15

      Einhaltung der DIN 4109 für normalen Luftschallschutz gegenüber fremden Arbeitsräumen

      0

      Die Anforderungen der DIN 4109  gegenüber fremden Arbeitsräumen wurden nicht eingehalten.

       

      Hinweis: Bei offenen Büroraumstrukturen sind Luftschallschutzanforderungen  nur gegenüber fremden Arbeitsbereichen  (gemäß DIN 4109 bzw. DIN 4109 Bbl. 2) einzuhalten.


      Die Präzisierung gilt für das Teilkriterium 3 „Trittschallschutz“ entsprechend.

      Frage [Nr. FAQ S 71]
      Hinweis zur Anwendung des 4.1.2 - Bitte beachten!

      Antwort
      Aufgrund einer Fehlzuweisung im Content Management System wurden im Zeitraum Januar 2015 bis Juni 2015 im Kriteriensteckbrief 4.1.2 die Bewertungsdaten der Version BNB_BN_2009_4 dargestellt. Mit Juli 2015 wurde die Darstellung korrigiert. Insofern die temporäre Fehldarstellung  bei der finalen BNB-Gebäudebewertung zu nachweislichen Abweichungen im Gesamtergebnis führen sollte, ist dies der zuständigen Konformitätsprüfungsstelle mitzuteilen.

      Frage [Nr. FAQ S 49]
      Es wird in Kriterium 4.1.3 sowie in Kriterium 1.2.3 zwischen Innen und Außenglasflächen unterschieden. Zählt dabei die zum Gebäudeinneren schauende Oberfläche einer Außenverglasung (Fenster) als Innen- oder Außenglasfläche?

      Antwort
      Außenglasfläche bezeichnet den Anteil der Verglasung, der den Einflüssen des Außenraumes (Staub, Niederschläge etc.) ausgesetzt ist. Dies gilt sowohl für Festverglasungen als auch für öffenbare Elemente. Innenglasfläche bezeichnet dementsprechend den Anteil der Verglasung, der nicht den Einflüssen des Außenraumes (Staub, Niederschläge etc.) ausgesetzt ist. Dies gilt sowohl für Festverglasungen als auch für öffenbare Elemente.

      Frage [Nr. FAQ S 10]
      Die Datenbank der Ökobau.dat bietet keine Möglichkeit, Beton aus recyclierter Gesteinskörnung zu bewerten. Welche Möglichkeiten bestehen, dieses ressourcenschonende Material in die Bilanzierung mit aufzunehmen? Gibt es an anderer Stelle die Möglichkeit den Einsatz von Rezyklat zu gewichten?

      Antwort
      Der Einsatz von Recyclat (hier die Verwendung von RC-Beton) kann im aktuellen BNB-Kriterium „4.1.4 Rückbau, Trennung und Verwertung“ nicht separat berücksichtigt werden. Die ressourcenschonenden Eigenschaften von RC-Beton können im Rahmen der Ökobilanzierung in den Kriterien 1.1.1 bis 1.1.5 und 1.2.1 bis 2.1.2 einfliesen, sofern entsprechende Daten (Ökobau.dat oder EPD) vorliegen. (Möglicherweise würde sich RC-Beton hinsichtlich Umweltwirkungen jedoch lediglich beim abiotischen Ressourcenverbrauch, den wir noch nicht bewerten, deutlich positiv darstellen.) Da die Ökobau.dat mit heutigem Stand solche Daten nicht vorhält und der Konformitätsprüfungsstelle keine entsprechenden EPD bekannt sind stellt sich die Frage, ob zum jeweiligen Projekt verwertbare Daten zu den Umweltwirkungen von RC-Beton vorgelegt werden können (Herstellerangaben, wissenschaftliche Studien etc.). Nach Prüfung seitens der Konformitätsprüfungsstelle könnte dies dann ggf. für die Ökobilanzierung berücksichtigt werden. Andernfalls müsste der RC-Beton mit den Beton-Daten der Ökobau.dat gerechnet werden.

      Frage [Nr. FAQ S 64]
      Beziehen sich die zu überprüfenden 80% der baulichen Substanz auf die Bauteile oder auf die verarbeiteten Baustoffe? Es ist davon auszugehen, dass Beton mehr als 80% der Gesamtmasse einnimmt. Würde somit eine Bewertung allein des Betons (ohne Beschichtungen, …) ausreichen?

      Antwort
      Für die Beurteilung der  Rückbau- und Recyclingfähigkeit sind alle Bauteile des Gebäudes und ihre Flächenanteile zu erfassen. Bei der Erfassung eines Bauteils sind dabei die wesentlichen Schichten und Schichtdicken mit einem Mindestanteil von 80% der Masse zu berücksichtigen. Dabei ist jedoch nicht ein 100%iger Detaillierungsgrad der Bauteile die Zielstellung, vielmehr geht es um die sinnvolle Zusammenfassung gleichartiger Bauteilaufbauten.

      Frage [Nr. FAQ S 65]
      Findet eine Gewichtung nur auf Ebene der Bauelemente statt oder wird auch der Anteil der einzelnen Materialien innerhalb eines Bauteils gewichtet?

      Antwort
      Die Gewichtung einzelner Materialien wird nicht grundsätzlich gefordert sondern kann nach eigener Einschätzung projektspezifisch vorgenommen werden.

      Frage [Nr. FAQ S 66]
      Beton ist der mit Abstand am häufigsten verbaute Baustoff im Projekt. Daher ist die Frage, welche Qualität der Verwertung angenommen werden kann besonders wichtig. Aus technischer Sicht ist es möglich sortenreinen Betonbruch nahezu komplett wieder zur Herstellung von Recycling-Beton zu verwenden – dies beweisen vor allem Projekte aus der Schweiz. In Deutschland werden aber derzeit lediglich 1,2% der rezyklierten mineralischen Baustoffe für die Betonherstellung verwendet, der Großteil findet in untergeordneten Produkten Verwendung wie z.B. im Straßenbau (nach Kreislaufwirtschaftsträger Bau, 2011). In diesem Zusammenhang könnte für Beton nur die „Minderwertige Verwertung“ angesetzt werden. Kann angenommen werden, dass zukünftig alle Betonbauteile im selben Produktzyklus verbleiben und ist somit eine „hochwertige Verwertung“ anzusetzen?

      Antwort
      Die Zuordnung von Beton zu „hochwertige Verwertung“ kann vorgenommen werden, wenn die Betonzusammensetzung den Einsatz des rückgebauten / recyclierten Betons in möglichst vielen Verwendungsbereichen zulässt. Dabei ist insbesondere zu beachten, ob z. B. Beton der Expositionsklasse X 2 oder besser verwendet wird (Umgebung „nass und selten trocken“), denn dann kann davon ausgegangen werden, dass der Beton uneingeschränkt hochwertig verwertbar ist.

  • Prozess-
    qualität
    • Für diesen Steckbrief liegen noch keine Fragen vor.

      Frage [Nr. FAQ S 67]
      Welche Weiterbildungsveranstaltungen werden anerkannt?

      Antwort
      Anerkannt werden neben den Komplettschulungen zum Nachhaltigkeitsexperten (z. B. BNB-Koordinator, Sachverständiger für Nachhaltiges Bauen nach BNB, Fachplaner Nachhaltiges Bauen nach BNB, DGNB-Auditor etc.) auch Weiterbildungen zu einzelnen Themenbereichen des Nachhaltigen Bauens (z. B. bzgl. Energieeffizienz, Materialökologie, Schadstoffvermeidung, Lebenszyklusbetrachtungen etc.). Grundsätzlich werden die Themenbereiche akzeptiert, die auch im BNB enthalten sind.

      Frage [Nr. FAQ S 68]
      Warum wird für die höchste Qualitätsstufe im Teilkriterium „Qualifikation der Planer“ die Kammerzugehörigkeit nur für „Freiberufler“ gefordert? Ist sie zwingende Voraussetzung für eine positive Bewertung?

      Antwort
      Es ist wünschenswert, wenn zumindest der Großteil der Planer oder deren Büros die Kammerzugehörigkeit nachweisen kann. Unabhängig hiervon können abhängig beschäftigte Planer, welche keiner Kammer angehören, „ihre Qualifikation auch durch Referenzprojekte mit entsprechender Berücksichtigung des nachhaltigen Bauens nachweisen“ (s. Indikator 2, 10 Punkte), nur bei freiberuflichen Planern gilt dieser Nachweis nicht.

      Frage [Nr. FAQ S 60]
      Wie sollen die Konzepte nachgewiesen werden? Bsp. Wasser, Energie, Abfall (in der Baupraxis sind die geforderten Inhalte häufig nicht in einem Dokument zusammengefasst).

      Antwort
      Die Nachweise können in Form einer Erläuterung der jeweiligen Zielsetzung, der festgelegten Prioritäten und der geplanten Vorgehensweise bzgl. der Einzeluntersuchungen und Entscheidungsprozessen erfolgen. Die Konzepte (textliche Erläuterungen und ggf. Berechnungen und Variantenbetrachtungen) sind als Anlage beizufügen.

      Frage [Nr. FAQ S 61]
      Wie soll, abgesehen von der Materialökologie, die Integration von Nachhaltigkeitskriterien nachgewiesen werden? (Bsp. ausreichende Schmutzfangzone, die steht nur im Plan. Das richtige Einpflegemittel für den Boden? Hier wird Begleitdokumentation benötigt …)

      Antwort
      Geht das Nachhaltigkeitsziel, welches mit dem LV-Text verfolgt wird, wie bei den genannten Beispielen nicht eindeutig aus dem LV hervor, so kann das LV samt entsprechender Erläuterung als Nachweis eingereicht werden. Grundsätzlich werden alle im Zertifikat abgefragten Nachhaltigkeitsziele anerkannt, der Fokus liegt jedoch auf der Materialwahl.

      Für diesen Steckbrief liegen noch keine Fragen vor.

      Frage [Nr. FAQ S 62]
      Sind die Nachweise zu führen über z.B. Auszüge aus dem Landesabfallgesetz bzw. der kommunalen Abfallsatzung oder werden einfachere Wege akzeptiert?

      Antwort
      Die Nachweise können geführt werden durch konkrete Dokumentationen, wie beispielsweise aussagekräftige Baustellenprotokolle, Fotos der Abfallsammlung, Protokolle der Schulung des Personals u.ä. Die Umsetzung der Anforderungen ist plausibel und nachvollziehbar nachzuweisen, z.B. auch über die Kontrolle des Grundwassers.

      Für diesen Steckbrief liegen noch keine Fragen vor.

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  • Standort-
    merkmale